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Bestellsysteme5. März 20267 Min. Lesezeit

Eigenes Bestellsystem vs. Lieferando — Was lohnt sich wirklich?

Lieferando nimmt 15-30% Provision. Lohnt sich ein eigenes Bestellsystem? Kostenvergleich, Vor-/Nachteile und klare Empfehlung für Restaurants.

Ein eigenes Bestellsystem spart Restaurants 15-30% Provision pro Bestellung und rechnet sich bei den meisten Betrieben bereits ab 30 Online-Bestellungen im Monat. Lieferando bietet zwar Reichweite, frisst aber die Marge und gibt dir keine Kundendaten. FinishWerk entwickelt eigene Bestellsysteme, die sich nahtlos in deine Website integrieren und dir die volle Kontrolle über Kunden, Daten und Umsatz zurückgeben.

Was kostet Lieferando wirklich?

Lieferando wirbt mit einfacher Einrichtung und sofortiger Reichweite — verschweigt dabei aber, wie stark die Provisionen an deiner Marge nagen. Viele Gastronomen unterschätzen die tatsächlichen Kosten, weil sie nur den Provisionssatz sehen, nicht aber die Summe am Monatsende.

Rechne einmal nach: Bei einem durchschnittlichen Bestellwert von 25 Euro und 200 Bestellungen im Monat zahlst du bei 15% Provision bereits 750 Euro monatlich. Bei 30% sind es 1.500 Euro — jeden Monat, ohne Ende. Das ist Geld, das direkt von deinem Gewinn abgeht, nicht vom Umsatz.

Provisionsmodelle im Detail

Lieferando bietet verschiedene Stufen an: Das Basismodell startet bei etwa 13% Provision für reine Abholbestellungen. Sobald du den Lieferdienst von Lieferando nutzt, steigen die Kosten schnell auf 25-30%. Dazu kommen noch Gebühren für Zahlungsabwicklung und eventuelle Marketing-Zuschläge, wenn du in den Suchergebnissen weiter oben erscheinen willst.

In der Praxis landen die meisten Restaurants bei einem effektiven Provisionssatz von 20-30%. Bei Gerichten mit niedrigen Margen — etwa Pizza oder Döner — bleibt nach Abzug von Wareneinsatz, Personal und Provision kaum noch etwas übrig.

Versteckte Kosten bei Lieferando

Die Provision ist nur die Spitze des Eisbergs. Der größte versteckte Kostenpunkt: Du bekommst keine Kundendaten. Jeder Kunde gehört Lieferando, nicht dir. Du kannst keine Newsletter versenden, keine Treueprogramme aufbauen und keine direkten Angebote machen. Jede Bestellung muss Lieferando erneut bezahlt werden.

Dazu kommt der Markenverlust. Dein Restaurant erscheint als eines von hunderten auf der Plattform. Kunden erinnern sich an Lieferando, nicht an dich. Wenn Lieferando die Preise erhöht oder dein Ranking verschlechtert, hast du kein Mitspracherecht — und keine Alternative aufgebaut.

Was kostet ein eigenes Bestellsystem?

Ein eigenes Bestellsystem ist eine Investition, keine laufende Provision. Je nach Anbieter und Funktionsumfang zahlst du einmalig zwischen 2.000 und 8.000 Euro für Entwicklung und Einrichtung. Danach fallen nur noch geringe monatliche Kosten für Hosting, Wartung und Zahlungsabwicklung an — typischerweise 50 bis 150 Euro pro Monat.

Der entscheidende Unterschied: Die Kosten bleiben gleich, egal ob du 50 oder 500 Bestellungen im Monat hast. Bei Lieferando steigen die Kosten linear mit jedem Verkauf. Dein eigenes System wird also mit jedem zusätzlichen Kunden profitabler.

Einmalige Investition vs. laufende Kosten

Bei FinishWerk entwickeln wir Bestellsysteme als einmalige Investition mit transparenten Wartungskosten. Du zahlst einmal für die Entwicklung und integrierst das System direkt in deine bestehende Website. Die laufenden Kosten beschränken sich auf Hosting (ab 20 Euro/Monat), Zahlungsabwicklung (ca. 1,4% + 0,25 Euro pro Transaktion) und optional einen Wartungsvertrag.

Verglichen mit Lieferando amortisiert sich die Investition bei den meisten Betrieben innerhalb weniger Wochen. Ab diesem Zeitpunkt sparst du jeden Monat bares Geld — und das summiert sich über die Jahre auf fünfstellige Beträge.

Technische Anforderungen

Für ein eigenes Bestellsystem brauchst du eine Website mit SSL-Zertifikat, einen Zahlungsanbieter wie Stripe oder Mollie und eine stabile Internetverbindung im Betrieb. Optional, aber empfehlenswert: ein Tablet oder Bondrucker für den Bestelleingang, eine Anbindung an dein Kassensystem und Push-Benachrichtigungen für neue Bestellungen.

Die technische Hürde ist niedriger als viele denken. Moderne Bestellsysteme lassen sich innerhalb weniger Tage einrichten und erfordern keine besonderen IT-Kenntnisse im laufenden Betrieb.

Kostenvergleich: Eigenes System vs. Lieferando

Ein konkretes Rechenbeispiel macht den Unterschied deutlich: Nehmen wir ein Restaurant mit 150 Online-Bestellungen pro Monat und einem durchschnittlichen Bestellwert von 30 Euro. Bei Lieferando mit 20% Provision zahlst du 900 Euro monatlich, also 10.800 Euro im Jahr. Mit einem eigenen System zahlst du einmalig ca. 4.000 Euro Entwicklung plus 100 Euro monatlich laufende Kosten und ca. 1,5% Zahlungsgebühren (67,50 Euro). Das sind im ersten Jahr insgesamt rund 6.010 Euro — und ab dem zweiten Jahr nur noch 2.010 Euro.

Der Break-even-Punkt liegt bei diesem Beispiel bereits nach etwa 5 Monaten. Ab dem sechsten Monat sparst du rund 730 Euro jeden Monat. Nach drei Jahren hast du mit dem eigenen System über 20.000 Euro weniger ausgegeben als mit Lieferando — und besitzt dazu alle Kundendaten.

Selbst bei konservativen 50 Bestellungen pro Monat rechnet sich ein eigenes System in der Regel innerhalb von 8 bis 12 Monaten. Je mehr Bestellungen du hast, desto schneller wird der Vorteil überwältigend.

Vorteile eines eigenen Bestellsystems

Der offensichtlichste Vorteil: keine Provisionen. Jeder Euro Umsatz bleibt bei dir. Doch die Vorteile gehen weit darüber hinaus. Du besitzt alle Kundendaten und kannst gezieltes Marketing betreiben — Stammkunden-Rabatte, Geburtstagsgutscheine, saisonale Aktionen direkt per E-Mail oder SMS.

Deine Marke steht im Vordergrund. Das Bestellsystem ist Teil deiner Website, in deinem Design, mit deinem Logo. Kunden bestellen bei dir, nicht bei einer Plattform. Das stärkt die Kundenbindung und macht dich unabhängig von den Regeln und Algorithmen eines Drittanbieters.

Zusätzlich hast du volle Kontrolle über Preise, Speisekarte und Aktionen. Du kannst Mindestbestellwerte, Liefergebiete und Öffnungszeiten flexibel anpassen — ohne Genehmigung von einer Plattform.

Nachteile und Herausforderungen

Ein eigenes Bestellsystem bringt auch Herausforderungen mit sich. Du brauchst eine eigene Strategie, um Kunden auf dein System aufmerksam zu machen. Lieferando liefert dir Neukunden, die dich sonst vielleicht nicht gefunden hätten — diese Reichweite musst du mit einem eigenen System selbst aufbauen.

Der initiale Aufwand ist höher: Einrichtung, Testphase, Schulung des Teams. Und du brauchst einen zuverlässigen Partner für Wartung und technischen Support. Wenn das System ausfällt, verlierst du direkt Umsatz. Deshalb ist eine professionelle Umsetzung mit Wartungsvertrag wichtig.

Empfehlung: Für wen lohnt sich was?

Für Restaurants mit weniger als 20 Online-Bestellungen pro Monat kann Lieferando als Einstieg sinnvoll sein — nutze die Plattform als Marketingkanal, aber arbeite aktiv daran, Kunden auf dein eigenes System zu bringen. Ab 30 Bestellungen pro Monat rechnet sich ein eigenes System fast immer.

Für etablierte Betriebe mit treuer Stammkundschaft ist ein eigenes System die klare Empfehlung. Du sparst sofort Geld und gewinnst die Kontrolle zurück. Der beste Ansatz: Starte mit einem eigenen Bestellsystem und nutze Lieferando nur noch als ergänzenden Kanal für Neukunden — mit dem Ziel, diese langfristig auf dein eigenes System zu migrieren.

Unser Rat: Lass dir ausrechnen, was du aktuell an Lieferando zahlst, und vergleiche es mit den Kosten eines eigenen Systems. Die Zahlen sprechen in den meisten Fällen eine deutliche Sprache.

Weiterführende Informationen

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein eigenes Bestellsystem für mein Restaurant?

Ein eigenes Bestellsystem kostet einmalig zwischen 2.000 und 8.000 Euro für die Entwicklung, plus etwa 50 bis 150 Euro monatlich für Hosting, Wartung und Zahlungsabwicklung. Bei FinishWerk entwickeln wir Bestellsysteme als einmalige Investition mit transparenten laufenden Kosten — ohne Provisionen pro Bestellung.

Wie kann ich Lieferando-Provisionen sparen?

Der effektivste Weg ist ein eigenes Bestellsystem auf deiner Website, das komplett ohne Provisionen funktioniert. Du zahlst nur geringe Zahlungsgebühren von etwa 1,5% statt 15-30% an Lieferando. Ab circa 30 Bestellungen im Monat rechnet sich der Umstieg finanziell.

Ab wann lohnt sich ein eigenes Bestellsystem statt Lieferando?

Bei den meisten Restaurants rechnet sich ein eigenes System bereits ab 30 Online-Bestellungen pro Monat. Der Break-even-Punkt liegt je nach Bestellvolumen bei etwa 5-8 Monaten. Danach sparst du jeden Monat bares Geld — bei 150 Bestellungen monatlich sind das rund 730 Euro.

Kann ich Lieferando und ein eigenes Bestellsystem gleichzeitig nutzen?

Ja, das ist sogar eine empfehlenswerte Übergangsstrategie. Du nutzt Lieferando als Marketingkanal für Neukunden und leitest diese langfristig auf dein eigenes Bestellsystem um. So behältst du die Reichweite von Lieferando, sparst aber bei Stammkunden die Provision.

Bekomme ich bei einem eigenen Bestellsystem die Kundendaten?

Ja, und das ist einer der wichtigsten Vorteile. Bei Lieferando gehören alle Kundendaten der Plattform — du kannst weder Newsletter versenden noch Treueprogramme aufbauen. Mit einem eigenen System besitzt du alle Daten und kannst gezielt Stammkunden-Rabatte, Geburtstagsgutscheine oder saisonale Aktionen per E-Mail oder SMS verschicken.

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